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Montag, 11. September 2017, 23:17

Wichtig ist das das Fett mit der Zeit den vorhandenen Rost durchdringt, wenn man unbedingt will auch verklebt, es aber trotzdem nicht mehr weiter rostet.
Genau dabei habe ich andere Erfahrungen gemacht: Rost, der nicht oberflächlich behandelt wird, sondern nur überstrichen oder "verklebt" wird (egal, mit welchem Wundermittel auch immer), rostet irgendwann weiter. Meiner Meinung nach kann weder Korrosionsschutzfett (egal ob heiß oder kalt), noch eine Rostschutzfarbe den Rost dermaßen durchdringen, um ihn dann am Weiterrosten zu hindern. Dem Rost reicht ein wenig Sauerstoff, dann wird er munter weiterarbeiten.

Meine B-Säulen haben 1994 (Bj. 1991) ihre erste Ladung Mike-Sander (durch das Gurtgewinde) bekommen und sind absolut rostfrei.
Okay, nach gerade mal drei Jahren scheint diese Methode erfolgsversprechend. Doch gehe ich wohl recht in der Vermutung, dass die meisten B-Säulen das erste Mal Korrosionsschutzmaßnahmen nach fast 30 Jahren erhalten haben, also genau dann, als es eigentlich schon zu spät war.

Als das Auto vor ca. 10 Jahren neuen Lack bekommen sollte, war die Naht von aussen angerostet.
Bist du dir sicher? Von außen angerostet oder gar doch von innen nach außen gerostet, wie es halt der normale Weg einer Karosserie ist?

Wichtig ist das die Naht vor dem lackieren NICHT mit Karosseriedichtmasse versiegelt wird, es gibt keine Dichtmasse die an der Stelle nicht reisst, wer nicht auf mich sondern auf seinen Lackierer hört ärgert sich später mit hoher Wahrscheinlichkeit über gerissenen Lack. Erst wenn die Lackierung fertig ist wird versiegelt und zwar mit Scheibenzement, den kann man nämlich völlig problemlos alle paar Jahre entfernen und erneuern!
Dass diese Karosseriefuge (egal ob vor oder nach dem Lackieren) mit Karosseriedichtmasse versiegelt wird, lese ich zum ersten mal, habe ich bislang auch noch nie gesehen. Dass der Lack irgendwann an dieser Stelle reißen wird, ist wohl nicht zu vermeiden, weil die Karosserie arbeitet. Wer einen T3 fährt, wird diese Stellen zugenüge kennen und auch das "Knarzen" der Karosserie im Winter schon mal bemerkt bzw. gehört haben.
Bei Kälte oder Wärme verhalten sich verschiedene Materialien in ihrer Ausdehnung anders, in diesem Fall steht Blech gegen Lack bzw. Karosseriedichtmasse, oder aber, wie es VW nennt: Scheibenzement (?). Diesen Ausdruck habe ich noch nie gehört, auch wenn ich einige Jahre als Karosserieschlosser bei VW gearbeitet habe. Doch dies liegt Jahre zurück...

Das jedoch eigentlich hier geschilderte Problem liegt aber in einer durchrosteten Regenrinne. Durch diese Löcher ist also all die Jahre munter das Wasser gelaufen, welches die B-Säulen zum Durchrosten bringt. Und dies, eigentlich wie immer an einer Karosserie, nicht von außen, sondern von innen.
Diese Stelle jetzt nachhaltig zu reparieren und zu konservieren, ergibt eine enorme Herausforderung.

Dem Ersteller dieses Beitrages wünsche ich jedenfalls viel Geschick und Glück!!!

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Caddy Model: Caddy 1 (14d)

Baujahr: 1988

Beruf: KFZ-Mechaniker

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Dienstag, 12. September 2017, 11:28

Die Originale Karosseriedichtmasse kratze ich immer so gut es geht aus der Fuge raus. Wenn die Fuge schon angerostet ist lässt sich die originale Dichtmasse meistens einfach entfernen. Dann wird der Rost so gut es geht mechanisch entfernt (mit Messer und Schleifpapier) und danach kommen mehrere Anwendungen mit Fertan. Das Fertan wird bei mir aber an den Stellen die lackiert werden wieder mit einer Bürste gründlich abgebürstet weil sonst später an der Stelle der Lack nicht richtig hält. Danach dann EP-Grundierung und 2K-Lack. Die originale Dichtmasse lasse ich an der Stelle immer ganz weg. Der einzige "Nachteil" ist das bei fehlender Dichtmasse später immer etwas Fluidfilm oder Fett an der Fuge rausschwitzt.

Bei meinen Caddys kommt erst Fluid Film und danach Mike-Sanders-Fett in die B-Säule. Aber durch das Loch von der Gurtbefestigung erreicht man nur den Teil der B-Säule der baugleich mit der Golf 1 (4-türer) B-Säule ist. Deshalb bohre ich immer ein zusätzliches Loch von innen in die B-Säule. Das Loch muss hoch genug gebohrt werden damit man mit dem Fluidfilm und Fett hinter die Dreieck-Verstärkung (hinten an der Golf B-Säule) bis ans Außenblech kommt. Das Bohrloch fällt hinterher kaum auf weil der Gurt davor herläuft.


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