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Normale Version: 16V G60 im Caddy 14D
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Hallo Zusammen,

neben meinem Caddy Anhänger habe ich jetzt noch ein weiteres Projekt angefangen. Ich fahre jetzt schon ein paar Jahre einen 16V KR Motor in meinem Caddy. Ich bin mit der Leistung immer zufrieden gewesen. Ich habe einen Kumpel, der sich letztes Jahr einen Caddy mit einem G60 Motor gekauft hat. Er hat vorher schon einige andere Fahrzeuge gehabt. Wir haben im Herbst mal nett bei einem Bierchen zusammen gesessen und uns über unsere Caddys unterhalten. Er meinte ich solle doch umbauen auf 16V G60 um noch ein bischen Leistung aus meinem Motor raus zu holen.

Es dauerte nicht lange und ich habe einen G60 Motor gekauft mit Kabelbaum und G Lader. Der G Lader war leider beschädigt. Ich wusste das bereits vorher, dafür war der Preis dementsprechend günstig.

Ich habe mich dann im Internet schlau gemacht was alles umgebaut werden muss. Ich habe auch hier im Forum eine Frage eingestellt da hier ja auch welche zu sein scheinen die einen 16V G60 oder Turbo fahren. Leider waren Beiträge nicht so wie ich mir das vorgestellt habe.
Für mich stand von Anfang an fest das ich mir nicht einfach einen Umbausatz kaufen. Ich will die Kosten für den Umbau so gering wie möglich halten.
Ich will keine 200€ für einen Riemenumbausatz ausgeben wenn ich den auch selber bauen kann.

Einen 16V KR Motor hatte ich noch in der Garage stehen, leider ist der Kopf defekt. Als Muster für den Umbau ist er genau richtig. Ich habe damit angefangen den G Lader Halter samt G Lader zu montieren. Die Wasserpumpe und die Lima übernehme ich vom PG Motor. Probleme gab es mit der Riemenscheibe an der Kurbelwelle. Der Zahnriemen des KR Motors ist breiter als beim PG, das hat zurfolge das die Riemenscheibe zu weit raussteht. Ich habe versucht den Versatz zu messen. Ich habe die Riemenscheibe um das Maß an der Kurbelwelleseite abgedreht und ein neues Blech dahinter geschweisst, plan gedreht und die Löcher neu gebohrt. Leider habe ich 1 mm zu viel abgenommen. Ich habe es zum probieren erstmal mit einer Unterlegscheibe pro Schraube ausgeglichen. Die Arbeit mit dem Riementrieb konnte beginnen.
Ich habe im Internet mehrere Versionen des Riementriebs gefunden. Hier mal ein Bild von meinem ersten Versuch.
Riementrieb die Fortsetzung

Ich habe mich dann aber für eine andere Variante entschieden die ich später im Internet gefunden habe. Leider war dort nicht beschrieben welche Teile sie verwendet haben. Das Problem war der Riemenspanner. Wo soll der Riemenspanner hin, wie lässt er sich am besten einbauen.
Ich war dann beim Schrottplatz um die Ecke, um geeignete Teile für den Riementrieb zu finden. Ich habe einen Polo 6N gefunden mit einem Flachrippentrieb wie beim G60. Leider hab ich mir nicht gemerkt welcher Motor da drin steckte. Wenn jemand die Teilenummern haben möchte, schreibe ich sie hier rein. Aus dem Polo habe ich eine Umlenkrolle, die etwas kleiner war als die vom G60, und die Kurbelwellenriemenscheibe ausgebaut. Einen Kühlwasserschlauch aus einem Passt 35i, der den Kühleranschluss in Fahrtrichtung links hat, habe ich auch noch mitgenommen.
Der Abwrackpremie sei Dank sind die Schrottplätze voll mit guten Ersatzteilen.
Die G60 Umlenkrolle habe ich gegen die kleinere vom Polo getauscht. Das ist nötig, um den Riemenspanner in eine fast senkrechte Position zu bekommen. Die G60 Umlenkrolle habe ich mit einer langen Schraube und zwei Abstandshülsen an dem Halter für den Agregateträger für Lima usw. vom 16V angeschraubt. Eine Hülse mit dem gleich Abstand wie der Agregateträger, die andere vom Halter bis zur Rolle. Ich habe zum ausprobieren eine Gewindestange genommen um die Abstände messen zu können.
Den Lima Halter habe ich aus 30mm Vierkantrohr und 40mm Winkelprofil gebaut. Als Befestigungspunkte am Kopf habe ich die Gewindelöcher für die Ansaugbrückenabstützung genommen. Ich war mir zu dem Zeitpunkt schon sicher das ich mir eine kurze Ansaugbrücke kaufen würde. Ich habe bei e-bay die Augen offen gehalten nach einer Scirocco Ansaugbrücke, doch selbst die kleinen gingen meist nicht unter 100€ weg. Dazu kommt nocht der 90° Bogen der auch meist um 100€ kostet. Eine kurze Ansaugbrücke liegt meist zwischen 250 und 400€. Den Vorteil den ich bei der kurzen Ansaugbrücke gesehen habe, war das sich der Ansaugweg verkürzt und sich dadurch das ansprechverhalten verbessert.

So wieder zurück zum Riementrieb.
Die untere Stütze besteht ebenfalls aus 40mm Winkelprofil. Als Aufnahmepunkte habe ich die Gewindelöcher für den hinteren Motorlagerbock für den Golf 2 genommen.
Den Riemenspanndämpfer habe ich mit einer neuen Buchse aus Kunststoff mit einer 10mm Bohrung und einer M10 Schraube am Block befestigt. Als Gewindeloch dient die Verschraubung der Kranöse. An dem Halter wo die Rolle dran befestigt ist habe ich zwei M8 Schrauben mit Abstandshülsen gesteckt. Daran habe ich ein Flacheisen befestiegt was mit dem anderen Ende des Riemenspanndämpfer verbunden ist.
Den passenden Riemen habe ich mir bei einem Hänler gekauft. Ich habe drei Riemen ausprobiert bis ich den richtigen hatte. Er ist jetzt 2215mm lang.
Das war der Riementrieb.
Ihr fragt Euch sicher was er jetzt noch mit der Polo Kurbelwellenriemenscheibe gemacht hat. Die Riemenscheibe vom Polo passt leider nicht. Es müssen 2mm hintergelegt werden damit der Abstand stimmt. Ich habe nocht nicht nachgesehen, aber die OT Makierung auf der Scheibe wird auch wohl nicht stimmen. Man könnte sie verwenden wenn man ein 2mm Blech mit den Bohrungen hinterlegt. Ich werde das noch probieren.

Hier noch das Bild vom fertigen Riementrieb.
nicht schlecht bis jetzt!! warum läst du dir nicht ne riemenscheibe drehen?? hatte ich für meinen eaton kompressor gemacht!! meinst du das der spanner genug druck ausübt?? hatte bei mir immer das proplem das er durchgerutscht ist, dann hab ich einen starren verbaut!!
Als nächstes noch die Elektrik.

Da ich meinen Caddy nicht komplett auf die neue ZE umbauen will, habe ich den Motorkabelbaum auf alte ZE umgebaut. Ich habe fast zwei Tage damit zugebracht Stromlaulpläne zu wälzen. Ich habe die kabel alle beschriften nach ihrer Funktion. Ich habe dann verglichen an welchem Pin am alten Stecker diese Funktionen angeschlossen sind. Im Prinzip gehen ja nicht viele Leitungen zum Steuergerät. Die Farben der Leitungen und ihre Funktionen waren fast alle identisch. Ich habe eine Excel Liste erstellt mit den Funktionen und der Stecker Belegung in der neuen und alten ZE. Danach habe ich die Leitungen umgelötet.
Das einzige was mir nicht gefiehl (was beim PG so original ist), dass die Einspritzdüsen ohne Sicherung am Sicherungskasten angeschlossen sind. Ich habe das etwas abgeändert und eine 20 Ampere Sicherung eingebaut. In der neue ZE ist das ein dicker gelber Stecker der auf Steckplatz Z1 gesetzt wird, bei der alten ZE ist es Steckplatz N. Bei beiden ZEs ist das ein Kontakt direkt hinter dem Krafstoffpumpenrelais. Es ist keine Sicherung davor, die Sicherung für die Krafstoffpumpe kommt erst danach. Aber wie gesagt die Einspritzdüsen sind nicht über eine Sicherung abgesichert. Als neuen Stecker habe ich eine von einer Leitung von der Batterie zum Sicherungskasten (Spannungsversorgung Sicherungskasten) danach die 20A Sicherung und dann zum Relais. Bei mir sind die Einspritzdüsen nur beim Krafstoffpumpennachlauf für max. 2min ungesichert. Die Lambdasondenheizung habe ich auch an die Sicherung mit angeschlossen. Ich fand es ist bestimmt zu viel wenn man die Einspritzdüsen, die Lambdasondenheizung und die Kraftstoffpumpe über eine 15A Sicherung laufen lässt. Außerdem kann man so noch den Überblick behalten wenn die Sicherung durchknallt.

Hier noch ein paar Bilder und die Liste als PDF
Hallo Marcel,

Danke für die Blumen. Ich hatte ein Bild gesehen mit einer Original Riemenscheibe aber leider stand da nirgendwo von welchem Auto. Mein Vater hat ne alte kleine Drehbank. Aber ne Riemenscheibe ist nicht ganz leicht. Einfacher ist es bestimmt ein 2mm Blech mit den Löcher hinter die Riemenscheibe vom Polo zu bauen. Im Netz kostet die so um die 90€.
Ich weiß auch noch nicht ob er Riemenspanner ausreicht. Mal sehen wenn der Motor läuft. Wenn nicht ist das ein guter Tip den Riemen starr zu spannen. Also bis jetzt habe ich es nur so gesehen mit dem original Riemenspanner.

Gruß Hilkman
Hallo Zusammen,

was mir im moment noch Kopfzerbrechen bereitet ist wo ich die Ölleitungen für den G-Lader anschliessen soll? Die Druckleitung ist kein Problem die kann ja wie beim PG Motor an den Kopf angeschlossen werden. Beim PG ist das der Anschluss für den Öltemperaturgeber, da kommt eine Schraube rein mit einem Anschluss für den Geber und ein weiteres Gewinde für eine Hohlschraube für die Ölleitung. Aber wo schliesse ich die Rücklaufleitung an. Der PG hat einen Anschluss am Block nähe des Ölfilters unterhalb der Kurbelwellengehäuseentlüftung beim 16V. Weis jemand wo die Leitung angeschlossen werden kann?

Das zweite Problem ist die Ladeluftführung vom Auslass des Sprinterladeluftkühlers. Habe gesehen das die Batterie ziemlich knapp davor steht wie habt Ihr das gelöst?

Gruß Hilkman
Die Batterie könntest du in den Innenraum nehmen oder eine Haltevorrichtung unter der Ladefläche anfertigen und sie dort unterbringen.
kannst die batterie schräg stellen!! dann sollte es gehen!! würde einen stutzen in die öl-wanne machen!!
Hallo Zusammen,

die Batterie in den Innenraum stellen weiß ich auch nicht, kann die nicht gasen? Ich weiß das es beim Audi 100 auch teilweise so ist aber da steht sie noch unter der Rücksitzbank. Dann würde ich sie noch eher unter die Ladefläche setzen.
Die Batterie schräg stellen wollte ungerne in meinen fast neu lakierten Motorraum rum schweißen und flexen.
Hat einer von Euch die Batterie unter der Ladefläche? Wie habt Ihr sie befestigt und welche Leitung habt ihr genommen wie dick?

Wie einen Stutzen in die Ölwanne setzen. Einlöten mit Silberlot? Er muss dann ja sicher auch oberhalb des normalen Ölspiegels liegen oder?

Gruß Hilkman
Eine Ölwanne von `nem 1.6erTD hat bereits den Anschluß für den Turborücklauf, allerdings auf der hinteren Seite unter dem Abgaskrümmer. Vielleicht kannst Du den rausflexen und an die passende Stelle bei Deiner Ölwanne einschweißen. Eine andere Möglichkeit wäre eine Hohlschraube mit Gewinde an der passenden Stelle.

Grüße maik
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